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Dr. Georg Fischer -
Person und Tätigkeiten

Übersicht

Prägende Grundsätze:

Gut ist die praktische Hilfe.
Besser jede geistige Anregung
Greatest eine liebevolle Beziehung

Biografische Elemente:

Kurz nach dem 2. Weltkrieg geboren erlebte ich meine Jugend in der mittelfränkischen Kleinstadt Gunzenhausen mit drei Geschwistern in einem handwerklich-händlerischem Kontext. Da mein Vater an Spätfolgen eines KZ-Aufenthaltes schon 1948 starb, wirkten gesellschaftliche Rahmenbedingungen in spezifischer Weise. Als meine Mutter gesagt bekam, das ich leicht lernen würde, durfte ich die Mittelschule in Wassertrüdingen absolvieren, machte ein Praktikum auf dem Flurbereinigungsamt Ansbach und schloss an der Staatbauschule München das Studium zum Vermessungsingenieur (FH) 1967 erfolgreich ab.
Die Erfahrungen mit der Bundeswehr brachten mich zur Überzeugung, dass militärische Einfüsse auf die Persönlichkeitsentwicklung ebenso schadhaft sind wie auf die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Während meiner anschließender Studiengänge: zweiter Bildungsweg, Lehrer für Grund- und Hauptschulen, Diplompädagoge, Promotion in Geschichte der Erwachsenenbildung, festigte sich die Überzeugung, dass bürgerschaftliches Engagement für eine gewaltfreie, herrschaftslose und selbstorganisierte Gesellschaft meine sinnvolle Lebenshaltung und Aufgabe ist.
Nach 10 Jahren in Berlin, wo meine Frau Theologie studierte, zogen wir nach Mannheim. Dort organisierte ich den Pfarrhaushalt und begleitete unsere zwei Kinder ins Leben.
Gegen Ende der 80er Jahre lösten wir unsere Ehe und ich begann meine Überzeugungen in Oberschefflenz, einem Dorf 60 km östlich von Heidelberg, zu realisieren.
Im Sinne eigenständiger Regionalentwicklung bin ich im Gemeinderat tätig und baute das Tagungshaus Circampulus auf. Mit Freundinnen und Freunden gründeten wir den Verein b+k=H und wir mischen uns in die Politik mit gewaltfreien Aktionen ein.
Mein dörflicher Lebensmittelpunkt ist dabei durch bundesweites gesellschaftliches Engagement ergänzt: Als ehrenamtlicher Mitarbeiter bin ich sowohl im Förderverein der Grundschule Oberschefflenz, als auch in der KZ-Gedenkstätte Neckarelz und in der Landes- und Bundes-Fachgruppe Erwachsenenbildung der GEW tätig. Als Wissenschaftler (Geschichte, Politik, Sozialpsychologie) und Organisator (Verband unabhängiger Bildungsinitiativen und Tagungshäuser) bin ich landes- und bundesweit unterwegs.

Die wichtigsten Veröffentlichungen:

  • Erwachsenenbildung im Faschismus. Bensheim 1981
  • Volksbildung und Volk-Bildung. In: päd. arbeitsstelle des DVV
  • 50 Jahre Volkshochschule. Gunzenhausen 1999
  • Pro Regio
  • Report Bamberg-DGfE
  • Mosbacher Hefte
  • Unser Land
  • Ferdinand Groß. Lesemappe der KZ-Gedenkstätte Neckarelz 2002
  • Der KZ-Komplex Neckarlager. Neckarelz 2002 (CD-Rom)
  • Begleitbroschüre zur Ausstellng Sinti und Roma im KZ

Perspektiven:

Mit Empathie und einem kritischen Blick auf die gesellschaftlichen Entwicklungen denke ich in meinem letzten Lebensdrittel aktiv zu bleiben. Die unmittelbaren Existenzbedingungen werden sich mit dem Wandel der Zustände ändern – dies möchte ich jedoch mit möglichst hohen Anteilen von Selbstbestimmung mit steuern.

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